Donnerstag, 13. Dezember 2012

Hat Tradition: Buttergebäck nach Zuckerschnuten-Hausrezept

Ihr Lieben!

Weihnachten rückt ja immer näher und ich habe noch gar nicht alle Geschenke gekauft - Ihr etwa?... Ich versuche es ja jedes Jahr, das irgendwie so zu planen, dass ich alle Geschenke mindestens eine Woche vor Weihnachten zusammenhabe - beim Versuch bleibt es dann aber auch meistens... Dieses Jahr konnte ich leider kaum etwas selbst machen, da ich durch den Umzug zu viel Stress und zu wenig Zeit hatte.. Normalerweise gibts bei mir sonst immer selbstgstrickte Geschenke.. Etwas schade, aber nächstes Jahr ist auch noch Zeit dafür!

Heute will ich Euch einen echten Klassiker der Weihnachtsbäckerei vorstellen, der in unserer Familie - wie wahrscheinlich auch in allen anderen - einfach Tradition hat: Das Buttergbäck oder auch Butterplätzchen. Dafür gibt es ja unzählige Varianten von Rezepten, bei denen immer irgendeine Kleinigkeit anders ist. Ich gebe mir da allerdings nicht die Mühe, sämtliche Rezepte durchzuprobieren, denn das von meiner Mami ist einfach genial!! ^^ Eigenlob stinkt - aber ist ja Lob an meine Mum! ;-)
Bei uns werden die Plätzchen ohne viel "Schischi" mit Eigelb bestrichen und fertig - dieses Jahr habe ich allerdings zusammen mit meinem Liebsten gebacken und der wollte selbstverständlich gaaanz viele bunte Zuckerstreusel draufhaben. Deswegen seht ihr hier auch schon kitschige Exemplare. Manche bestreichen die Plätzchen ja noch mit Zuckerguss: Für mich persönlich ist das zu viel des Guten und der tolle Buttergerschmack wird mir zu stark übertüncht - deswegen bei mir ganz klassisch ohne und "fast nackig". ;) Achja, wer genauso faul ist wie ich, wenn es ums Eiertrennen geht... Macht Euch die Mühe!!! Ich habe die Plätzchen der letzten Ladung übermäßig faul mit Sahne bestrichen und feststellen müssen, dass das eine ganz doofe Idee ist... Das Zeugs zieht nur in die Plätzchen ein und es sieht echt nicht schön aus... Wieder was gelernt ;)

Diese Plätzchen muss ich dieses Jahr auch wohl noch einmal backen. Früher bei meinen Eltern waren diese immer diejenigen, die auch nach Weihnachten noch über waren - bei meinem Freund ist das Gegenteil der Fall: Ich bin der festen Überzeugung, dass er die inhaliert, während ich nicht hingucke!!! - so schnell sind sie aufgefuttert! ;) Vielleicht fühlen sich jetzt die ein oder anderen von Euch an ihre eigene Siutation erinnert?...

Hier also das Rezept meiner Mum!

Butterplätzchen


Du benötigst:
250g               Butter
250g               Zucker
1                      Vanillezucker
2                     Eier
375g               Mehl
125g               Speisestärke (Mondamin) 
2                     Eigelb 
ein wenig     Milch 


Und so zauberst du die Süßen: 
Rühre Butter, Zucker und Eier schaumig. Nun mischt Du Mehl und Speisestärke und mengst diese löffelweise unter den Teig - nicht zu lange rühren! Mit etwas Mehl knetest Du das Ganze nun von Hand zu einem homogenen Teig.

Danach muss Teig mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank! Besser ist es, ihn über Nacht durchkühlen zu lassen - lässt sich dann einfach viel besser verarbeiten.

Welle den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche auf die gewünschte Dicke aus und steche die Plätzchen aus. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech und bestreiche sie mit dem Eigelb, das du mit ein paar Tropfen Milch mischen kannst.
   
Die Plätzchen backst Du dann bei 160°C 8-12 Minuten. Sie sollten noch schön hell sein!




Frohes Plätzchenmampfen wünscht

Die Zuckerschnute 
 

Freitag, 7. Dezember 2012

Heute in der Zuckerschnuten-Weihnachtsbäckerei: Einfacher Lebkuchen vom Blech

Meine Lieben! (*hohoho*)

Wie Ihr vielleicht schon gesehen habt, habe ich den Zuckerschnuten-Blog passend zu Weihnachten ein wenig im Layout verändert. Schließlich soll ja auch in meinem Blog Weihnachtsstimmung aufkommen - für mich und für Euch! ^^ Die beste Jahreszeit überhaupt! <3

Hoffentlich nicht zu spät für Euch, eröffne ich erst heute meine Weihnachtsbäckerei im Blog - original zum Nachbacken! Einige von Euch haben ja vielleicht doch noch Lust und Zeit, ein paar süße Weihnachtsleckereien zu zaubern.

Ich für meinen Teil bin noch lange nicht am Ende meiner Weihnachts-Backliste angekommen.... Das hat aber leider mehrere Gründe: Einerseits habe ich eigentlich gar keine Zeit dafür, weil mir eine Hausarbeit von der Uni im Nacken sitzt, die eigentlich bis Weihnachten fertig sein müsste!... Und zweitens ist in meiner neuen, großen Küche einfach nicht alles an "Werkzeug" vorhanden, das ich für die Plätzchenbackerei benötige.... So fehlt mir ganz dringend ein Ausstecher für die - wie man bei uns sagt - "Hilda-Plätzle"... Da werde ich mir wohl mit größeren und kleiner Aussterchern behilflich sein müssen. Genauso fehlt mir ein Fleischwolf für das Spritzgebäck - mit der Gebäckpresse oder einem Spritzbeutel ist mir das zu mühselig und langwierig! Mal sehen, ob ich heute nach der Arbeit irgendwo einen billigen Fleischwolf herbekomme - Weihnachten ohne Spritzgebäck geht gar nicht!!
Ja, solche Probleme muss man erst einmal haben *seufz* Die Jahre zuvor habe ich eben immer in der Küche meiner Mutter gewerkelt, da ich in meiner Studentenbude nur eine Küchenzeile ohne Ofen (und im Flur!!!) hatte. Achja, da muss ich euch mal Bilder zukommen lassen - so eine Art Vorher-Nachher-Bild ^^ Von einer absoluten Nicht-Küche zur Traumküche! Mein Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr könnte nicht besser sein!!!

Ok, ich schwafele einmal wieder, aber dazu soll mein Blog ja auch da sein! ;) Vielleicht liest das ja wenigstens der ein oder andere von Euch.

Gestern stand ich wieder einmal morgens in meiner Küche und wollte ein Gebäck herstellen, das ganz schnell gehen sollte, da ich mittags noch Uni plus Adventsfeier von meinem HiWi-Job hatte - natürlich sollten da die neuen Plätzchen schon mit! Deswegen habe ich mich für einen total leckeren und sehr schnell zubereiteten Lebkuchen vom Blech entschieden, der sogar ohne Ei auskommt. Warum ich das so explizit erwähne?... Ich bin wirklich überhaupt kein Freund von veganem Kuchen und Gebäck, weil man einfach schmeckt, dass da etwas fehlt! Da mögen mir nun viele widersprechen wollen, aber rein von meinen persönlichen Erfahrungen her ist es einfach so! ;) ..aber dieser Lebkuchen schmeckt tatsächlich doch ohne Ei total lecker! So!

Meinen Lebkuchen habe ich noch mit Schoki überzogen - schmeckt auch ohne lecker, aber meines Erachtens nach gehört die Schoki einfach auf diesen Lebkuchen. Man kann ihn natürlich auch mit Mandeln oder dergleichen verzieren - ich habe stattdessen einfach ein paar "Schlieren" mit Zuckerguss gezogen - gibt einen hübschen Kontrast! <3
Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, das Lebkuchengewürz selbst zu mischen, weil ich das einfach total spannend fand. Ich bin also in meinen Lieblings-Gewürzladen in Heidelberg gestiefelt und habe kräftig eingekauft! Der beste Laden auf der ganzen Welt....
Ihr könnt natürlich auch gekauftes Lebkuchengewürz verwenden ;) Habe ich die Jahre davor auch immer so gemacht!


Einfacher Lebkuchen vom Blech



Du benötigst für ein Blech: 
180g                       Butter
300g                       Zucker
1                              Backpulver
1 Päckchen          Lebkuchengewürz
2 El.                       Honig
½ Tl.                     Zimt
1 Tl.                        Nelken-Pulver
350g                       Mehl


So zauberst du das weihnachtliche Blech:
Schmelze zuallererst die Butter und gib den Zucker hinzu, den Du dann karamellisieren lässt. Danach mischt Du die anderen Zutaten separat und hebst sie unter. Bei Bedarf solltest Du noch Milch zugeben – der Teig muss flüssig sein! 

Den Teig auf einem Blech verteilen und bei 180°C 20-30 Minuten backen.


Nach Lust und Laune mit Schokolade bestreichen. Erst im kalten Zustand schneiden!
 



Viel Spaß beim Nachbacken!

Eure Zuckerschnute

Samstag, 22. September 2012

Gelingt sogar in einer Mikrowelle "mit Grillfunktion": Saure-Sahne-Kuchen

Ihr Lieben!

Den Kuchen, den ich Euch heute vorstelle, hatte ich ganz am Anfang mal als Titelbild in Facebook, habe es aber irgendwie vergessen, diese Leckerei zu bloggen. Dem setze ich heute einmal ein Ende.
Es handelt sich um einen sehr einfachen, schnell herzustellenden, aber extrem leckeren Rührkuchen, den ich sogar beim ersten Mal in meiner Mikrowelle mit Grillfunktion "gebacken" habe. Irgendwann einmal zeige ich Euch meine "Nicht-Küche" - wie ich sie nicht ganz so liebevoll nenne! - dann versteht ihr auch, warum ich anfangs nur eine Mikrowelle hatte... Die Küche ist leider nicht wirklich existent und es ist vielmehr eine Miniküchenzeile in meinem Flur, die mich regelmäßig in Fluchtiraden ausbrechen lässt, weil einfach zu wenig Platz ist!!!
Aber dennoch: Ich habe überhaupt eine (nein, sogar zwei!) Herdplatten und seit kurzem auch einen Mini-Backofen - damit gebe ich mich als arme Studentin erst einmal zufrieden! Mein Liebster ist schon instruiert, dass beim Hausbau eine Riesen-Küche mit Kochinsel Pflicht ist! ^^

Ich weiß noch ganz genau, wann ich diesen Kuchen das erste Mal gebacken habe - zur Zeit meines Praktikums in einem Verlag Anfang diesen Jahres... Das Praktikum war schrecklich, aber meine Kollegen waren einsame Spitze! Falls das einer von Euch liest, fühlt Euch hiermit besonders geehrt! ;-) Ich brachte den Süßen mit in den Verlag und er war ziemlich schnell verputzt.
Die Bilder, die ihr hier sehen könnt, zeigen eine Miniausgabe des Kuchens - das Rezept ist aber für eine große Kuchenform gedacht! Also keine Bange, ihr müsst die Zutaten auf keinen Fall verdoppeln oder verdreifachen.

Und wer sich wundert, was das für putzige Pilzchen auf den Bildern sind: Die habe ich von meiner besten Freundin geschenkt bekommen! Sind aus Neuseeland und werden dort - so wie die Einwohner - Kiwis genannt. Passt irgendwie für mich rein gar nicht zu den Pilzen... aber nuja... Andere Länder, andere Sitten ....



Saure Sahne Kuchen mit Zuckerguss:


Du brauchst für eine 26er-Springform:
5                          Eier
1 Prise                Salz
200g                   Zucker
2 Päckchen       Vanillezucker
200g                   geschmacksneutrales Öl (Sonnenblumen-, Rapsöl etc.)
200g                   saure Sahne
360g                    Mehl
1 Päckchen       Backpulver

etwas                 Puderzucker und Milch

So zauberst du den Süßen:
Bereite zu allererst die Springform vor, indem Du sie einfettest und mit wenig Mehl bestäubst. Den Backofen kannst Du schon einmal auf  160°C (Umluft) vorheizen!
Nun musst du die Eier trennen und das Eiweiß mit der Prise Salz schön steif schlagen. Stelle es danach erst einmal zur Seite.
Danach verrührst Du die Eigelbe mit den ganzen restlichen Zutaten in einer zweiten Schüssel und hebst zum Abschluss den Eischnee vorsichtig unter – ich mache das mittlerweile am liebsten mit einem Teigschaber, es geht aber auch mit einem Schneebesen. Den nun fertigen Teig gibst Du in die vorbereitete Springform und schiebst ihn für ca. 50 Minuten in den Backofen. Da die Zeit von Ofen zu Ofen variieren kann, mache ich immer Gebrauch von der Stäbchenprobe!
Den Kuchen solltest Du ca. 10 Minuten in der Form und danach auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Ganz zum Schluss verrührst Du ein wenig Milch mit Puderzucker und überziehst damit den abgekühlten Kuchen.


eure Zuckerschnute

Mittwoch, 5. September 2012

Mein erstes selbstgebackenes Brot - darf ich vorstellen: hausgemachtes Dinkel-Vollkornbrot mit jeder Menge Körnern

Meine Lieben.

Schon ziemlich lange habe ich nichts mehr hier gepostet und meinen Blog sehr stiefmütterlich behandelt. Woran lag es? Schwierig zu sagen... da gab es ganz viele Gründe: Einerseits hatte ich in letzter Zeit wenig Lust zum Fotografieren meiner Leckereien.. Ist halt doch irgendwie aufwändig, sich da immer was einfallen zu lassen und noch schwieriger, nicht alles aufzufuttern, bevor man es fotografiert hat! *g* Zum anderen hatte ich auch wenig Motivation zum Schreiben - das liegt eindeutig daran, dass ich seit über 4 Wochen an einer Hausarbeit für mein Studium sitze, die mir einfach nicht von der Hand gehen möchte... Insgesamt - das gebe ich ganz offen zu - habe ich in letzter Zeit sehr viel weniger gebacken und war seltener kreativ...

Diese Woche habe ich mich aber dann doch mal wieder in meiner "Nicht-Küche" verschanzt und Kleinigkeiten ausprobiert, die schon ziemlich lange auf meiner "To-Back-Liste" stehen! Mir gehts damit echt super und ich habe schnell feststellen müssen, dass mir das Werkeln in der Küche einfach wahnsinnig gefehlt hat. Ist eben doch meine größte Leidenschaft neben dem Fotografieren und Stricken!

Vor einigen Wochen hatte ich Besuch von einer lieben Freundin, die ich vor etlichen Jahren übers Fotografieren kennen gelernt habe. Einige Male stand sie vor meiner Kamera und wir sehen uns immer mal wieder, aber doch relativ selten! Um so mehr freute ich mich auf ihren Besuch. Sie ist der Grund, dass ich überhaupt auf die Idee kam, mein Brot selbst zu backen. Steffi erzählte mir nämlich, dass sie nun einen Brotbackautomaten habe und sich ihr Brot nur noch selbst backen würde. Das fand ich wahnsinnig spannend, da ich selbst ja auch immer darauf bedacht bin, möglichst alle Lebensmittel selbst herzustellen - ich weiß eben gerne, was in meinem Essen so drin ist! Ich habe sowieso ein Faible dafür entwickelt, Dinge herzustellen, die man sich sonst fertig im Supermarkt kauft. Das finde ich sehr faszinierend, mal zu entdecken, was in den Lebensmitteln des täglichen Bedarfs drinsteckt und wie einfach sie selbst herzustellen sind!! Gerade in unserer heutigen Konsumgesellschaft, in der man eigentlich alles fertig kaufen kann.

Heute also mein erster Versuch, dem gekauften Brot aus dem Supermarkt zu entgehen - allerdings ganz ohne Brotbackautomaten!
Ich persönlich bin ein Vollkorn-Fan und mag Weißbrot überhaupt nicht - da fehlt mir irgendwie der Geschmack und das Kernige! Zudem liebe ich Körner jeglicher Art - am besten alles mögliche zusammen. Auf der Suche nach einem einfachen, ersten Brotrezept bin ich auf das folgende gestoßen - ich habe es bei The Vegetarian Diaries entdeckt und leicht abgewandelt. Das tolle an diesem Brot ist, dass es trotz Hefe überhaupt nicht gehen muss und im Ofen trotzdem schön aufgeht! Ich war anfangs ziemlich skeptisch, als ich keinerlei Gehzeit im Rezept finden konnte - aber es hat sehr gut funktioniert und war als Einsteigerrezept echt perfekt! <3


Dinkel-Vollkornbrot mit Sesam, Sonnenblumenkernen und Leinsamen:



Du brauchst für einen Laib:
520g                Dinkelvollkornmehl
30g                   Weizenvollkornmehl
500ml             Wasser
1 Würfel          Hefe (42g)
60g                   Sonnenblumenkerne
50g                   Sesam
 25g                  Leinsamen
2 TL                  Meersalz
2 TL                  Brotgewürz

So wirst Du zum Brotbäcker:
Heize zuerst Deinen Backofen auf 180°C (Umluft) vor.
Erwärme dann das Wasser leicht, bis es lauwarm ist und löse den Würfel Hefe darin auf. Es darf auf keinen Fall heiß sein, da die Hefe sonst absterben kann!
Danach mischt Du alle restlichen Zutaten in einer Schüssel und gibst das Hefewasser hinzu. Kurz mit einem Löffel durchmischen, bevor Du den Teig dann mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgerätes ca. 5 Minuten auf mittlerer Stufe zu einer zähflüssigen, klebrigen Masse verarbeitest.
Nun musst Du den Teig nur noch in eine gefettete Kastenform geben und ihn ca. 1 Stunde ausbacken. Schaue immer mal wieder in den Ofen, da die Backzeit von Ofen zu Ofen variieren kann!
Lasse das Brot einige Minuten in der Form auskühle und gib es dann auf ein Kuchengitter.

Lasst es Euch schmecken!



eure Zuckerschnute